Die historischen Inschriften des Rhein-
Hunsrück-Kreises

Bild zur Katalognummer 31: Grabplatte der Lucardis von Milwalt

Das Gebiet von Mittelrhein und des Hunsrück zeichnet sich durch einen einmaligen Bestand an Denkmälern aus, die allerdings bisher noch nicht richtig ins öffentliche Bewusstsein gerückt sind. Inschriften sind ein ganz wesentlicher Bestandteil dieser Denkmäler. Sie finden sich an den verschiedensten Stellen, in den unterschiedlichsten Formen und aus allen Epochen der Geschichte. Von Inschriften geht eine große Faszination aus, sie geben uns wichtige Informationen zur Geschichte der Orte und ihrer Sehenswürdigkeiten. Nicht nur die einheimische Bevölkerung ist an diesen Zeugnissen der Vergangenheit interessiert, sondern vor allem Besucher werden von ihnen angelockt. Unglücklicherweise erschließen sich die Inschriften dem Betrachter nur schwer und sind meist schlecht oder gar nicht zu entziffern.

Das Projekt „Inschriften Mittelrhein-Hunsrück“, welches vom Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz getragen wird, setzt sich zum Ziel, die Inschriften des Mittelrhein- und Hunsrückraumes so zu präsentieren, dass sie für eine breite Bevölkerung zugänglich und lesbar sind. Dabei geht es vornehmlich um die Städte der Regionen: Bacharach, Boppard, St. Goar, Oberwesel, Simmern, Kirchberg, Gemünden und Kastellaun.

Im Rahmen des Projektes „Die Deutschen Inschriften“ werden an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz unter anderem die Inschriften des Bundeslandes Rheinland-Pfalz wissenschaftlich erfasst und bearbeitet. Die Inschriften der Städte Boppard, Oberwesel, und St. Goar am Mittelrhein liegen bereits im Druck vor, die der Städte auf dem Hunsrück sind gesammelt. Die Kommentare zu jeder einzelnen Inschrift erschließen die Aussagekraft dieser Quellen ebenso für historisch wie für philologisch, kunstgeschichtlich oder theologisch interessierte Personen. Dieser Inschriftenbestand wird im Rahmen des Projektes aufbereitet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Unser Projekt hat folgendes zu bieten:

  • Der Inschriftenband „Die Inschriften des Rhein-Hunsrück-Kreises I (Boppard, Oberwesel, St. Goar) “ von Dr. Eberhard J. Nikitsch wird hier in digitalisierter Form präsentiert. Die digitalisierte Version entspricht den generellen wissenschaftlichen Standards und ist voll zitierfähig. Nähere Hinweise zur Zitation finden Sie hier.
  • In unserer Inschriftendatenbank ist eine umfangreiche Recherche zu Inschriftentexten, Orten, Personen, Institutionen, Wappen, Initialen, Monogrammen, Bildern und vielem mehr möglich.
  • Flyer und Broschüren - auch zu einzelnen themenbezogenen Inschriften-Routen-, um einen möglichst breiten Leserkreis für das Thema zu interessieren, werden angeboten. Es befinden sich folgende Broschüren in Arbeit: zur Liebfrauenkirche (Oberwesel), der Kirche St.Martin (Oberwesel) und der Stiftskirche zu St. Goar, weitere werden sich in naher Zukunft anschließen.

Das gesamte Projekt wird von Leader+ und vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur finanziell gefördert.

Die Deutschen Inschriften

Das interakademische Editionswerk „Die Deutschen Inschriften“ verfolgt das Ziel, die vom Frühmittelalter bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts entstandenen Inschriften in Deutschland, Österreich und Südtirol zu erfassen und kritisch zu edieren. [Projektseite]

Der Inschriftenband

Bild zur Katalognummer 204: Renaissance-Epitaph für Friedrich (den Älteren) von Schönburg auf Wesel, "Ewige Anbetung"

Der 60. Band aus der Reihe "Die Deutschen Inschriften" kann auf dieser Webseite digital genutzt werden. Wissenschaftler und Inschriftenfreunde sparen den Gang zur Bibliothek durch einen Besuch unserer Internetpräsenz. Möchten Sie einen Blick in die Einleitung werfen? Oder lieber gleich im Gesamtbestand der Inschriften stöbern? Falls Sie etwas Bestimmtes nicht finden können, verwenden Sie doch einfach unsere Inschriftensuche.